|
|
Culture-sensitive expatriate coaching
Culture is individual - individuals are strangers to themselves - intercultural disappointments are normal
Viele Düsseldorfer Expatriates wünschen sich eine persönliche, psychologisch geschulte Betreuung durch einen festen Ansprechpartner. Ein Leiden an der Fremde (expatriate discomfort) ist keine Seltenheit und bremst letztlich auch die ökonomische Effizienz der hochqualifizierten Mitarbeiter. Mit einer psychologisch sensiblen Ansprache derjenigen, die zwischen zwei Sprachen und zwischen zwei Kulturen leben, kann dem abgeholfen werden.
Many expatriates in Duesseldorf wish a personal, psychologically educated support by a solid coach. Suffering to be an alien (expatriate discomfort) is not a rare phenomen. Finaly, it blocks economical efficiency of high-potentials. Adressing them with a psychological awareness, the life inbetween two languages and cultures can get more relaxed.
Fortsetzung:
Heute, wo in großen Firmen Englisch gesprochen wird und es in großen Städen expat-meetups und entsprechende communities für herkunftsgleiche "Schiffsbrüchige" gibt, ist ein Sprachstudium mit germanistischem Tiefgang nicht mehr Standard. Es zeigt sich nun vielmehr das Leben ohne Heimat, auch ohne sprachliche Heimat, als das eigentliche (psychologische) Problem. Den Expatriate belasten potentiell viel mehr Faktoren als einen Einheimischen, der innerhalb seines Landes den Wohnort wechselt. Die nicht in allen Details sofort durchschaubare Umgebung, schon eine kleine unerklärte Geste (oder ihr Ausbleiben) kann zermürben. Der sensible Punkt dabei ist das über eine längere Zeitdauer nur wie von einem Feldforscher beobachtete "Ansinnen der Meisten": Expatriates sind anspruchsvoller als der Durchschnittstourist. Bei fortgesetztem Aufenthalt wird die Teilhabe am sozialen Diskurs wichtig: Verstehen, Beurteilen, Mitreden und Mitbestimmen - der Ex-patriierte ist einer, dem etwas abhanden gekommen ist: Psychoanalytiker wie Jacques Lacan beschreiben die Phänomene möglicher innerer Vater(lands)verluste als äußerlich erzwungenen "Ausschluß" von allem, was in einem gewohnten "Namen des Vaters" passiert.
Neben der in Frage gestellten Wertemitte und Interpretationsroutine belastet den Expat auch der Umstand, im eigenen Anderssein von einer riesigen Masse an passageren, spontanen Feldforschern einer anderen Mitte auf dem Prüfstand genommen zu werden: Holbeins Bild Die Gesandten von 1533 veranschaulicht dieses besonders unheimliche Gesehenwerden: es ist schon schwer genug, sich auf einigermaßen gleicher Höhe angesehen zu wissen.
Der erst auf den zweiten Blick erkennbare, stark verzerrte Totenschädel zeigt, wie auch ein weiterer, selbst nicht recht gesehener Blick treffen kann.
Bei all diesen Herausforderungen hat der junge Single-Entsandte bessere Coping-Chancen: reisen Partner oder Familie mit, gibt es noch mehr Risiken: hat auch nur ein Mitgezogener der Familie Probleme, ist die ganze Entsendung in Gefahr (mehr als die Hälfte der Abbrecher geben eine unzufriedene Familie als Grund an).
Ich habe nicht nur seit vielen Jahren in der Arbeit mit Düsseldorfer Expatriates, wir sind auch vorbereitet, auf deren spezifischen Wünsche in kultur-sensitiven Couselings einzugehen. Nicht jede Nationalkultur ist mir vertraut, aber bei Japanern und Chinesen kann ich auf sprachliche und kulturelle Kenntnisse zurückgreifen, bei anderen Kulturen ist es für mich selbstverständlich, mich über Literatur und Kontakte zu den Düsseldorfer Migrationsinstitutionen in die jeweiligen kulturellen Standards einzuarbeiten."
Meine Sprachschule dokuwa communication organisiert regelmäßig Expatriate-Treffen als Integrationshilfe.
|